Nordic Dark Earth – Altmärkische Terra Preta

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Holzkohle, in der Mitte schon zerkleinert / Charbon de bois (au milieu, déjà broyé)

Die meisten garteninteressierten Menschen haben schon von „Terra Preta“ gehört, diese besonders fruchtbare Schwarzerde, die in den Amazonas-Gebieten gefunden wurde. Es ist eine Art Super-Komposterde bestehend hauptsächlich aus menschlichen Ausscheidungen, Holz- und Pflanzenkohle und organischen Abfällen. Sie wurde vor hunderten von Jahren hergestellt und ist heute noch immer in großen Mengen zu finden. Mehrere Forschungsprojekte befassen sich mit der Untersuchung dieser Erde und mit dem Versuch, neue Terra Preta zu erstellen. Auch viele Hobbygärtner versuchen sich mit Terra Preta Herstellung in der Hoffnung, ihren Garten besonders fruchtbar zu machen.

[Français en bas de l’article]

Weniger bekannt ist, dass fruchtbare menschengemachte Erde nicht nur im Amazonas zu finden ist, sondern auch in Europa. Dort wird sie „Nordic Dark Earth“ (NDE) genannt. Sie hat ähnliche Eigenschaften wie Terra Preta, allerdings wurde sie eher mit Tiermist als mit Menschenexkremente hergestellt und befindet sich in ehemaligen Slawen- und Wikingersiedlungsgebieten aus der Zeit um 1000 n. Chr. In unserer Region befindet sich NDE-Vorkommen zum Beispiel im Wendland. Zu NDE findet man aber im Netz noch nicht viele Informationen, höchstens ein paar wissenschaftliche Artikel aus einem Forschungsprojekt der Uni Halle*. Deswegen hat Holger zuerst viel Zeit investiert, um Material zu sammeln und die verantwortlichen Wissenschaftler und Archäologen zu kontaktieren. So konnte er schließlich herausfinden, was die optimale Zusammensetzung ist und worauf man besonders achten muss.

Die NDE-Zutaten haben wir genügend auf dem Hof: viel Tiermist und viel Holzkohle, die nach der Verbrennung in unserem Holzvergaser anfällt und die wir seit 2 Jahren sammeln. Wir haben sie vorher auf die schädlichen PAK untersuchen lassen. Die Holzkohle musste noch gemahlen werden, dazu sind der Trekker sowie unsere Workawayer Carmina und Marlon zum Einsatz gekommen.

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Dann wird alles in optimalem Verhältnis gemischt. Das ganze wird noch mit Urin übergossen, um den Nährstoffanteil noch zu erhöhen. Um den Kompostierungsprozess anzuregen wurde die Mischung anschließend mit NDE-Mikroorganismen „geimpft“.

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Die NDE-Mischung, der Finger zeigt auf die Holzkohle darin. / Le mélange NDE, le doigt indique le charbon

Am Ende wurde die Mischung auf dem Acker zu einer Miete geformt, um dort weiter zu kompostieren. Im Herbst wird die NDE dann auf 100m2 an einem Ende des Ackers verteilt. Wir sind gespannt, ob wir nächstes Jahr einen Unterschied im Ertrag auf diesem Stück Acker bemerken!

La plupart des jardiniers amateurs ont déjà entendu parler de la „Terra Preta“, cette terre particulièrement fertile découverte en Amazonie. Cette sorte de „super-compost“ est composée principalement d’excréments humains, de charbon de bois et de déchets organiques. Elle a été fabriquée il y a plusieurs siècles et s’est conservée jusqu’à aujourd’hui en grandes quantités. De nombreuses recherches scientifiques tentent de percer les mystères de la Terra Preta, ainsi que d’en recréer. Beaucoup de jardiniers tentent de fabriquer leur propre Terra Preta pour améliorer le sol de leur jardin.

Ce qui est moins connu, c’est que ce genre de terre fertile d’origine humaine ne se trouve pas seulement en Amazonie, mais aussi en Europe, où elle est nommée „Nordic Dark Earth“ (NDE). Ses caractéristiques sont similaires à celles de la Terra Preta, à part qu’elle est constituée essentiellement de fumier animal. On la trouve dans des sites slaves et vikings datés d’environ 1000 ans ap. J.-C. Un de ces sites se trouve près de notre Région, dans le Wendland. Contrairement à la Terra Preta, il existe très peu d’information sur la NDE. Sur Internet, on trouve quelques articles scientifiques issus d’un projet de recherche de l’université de Halle*. Holger a donc investi beaucoup de temps dans la recherche de matériel et pour contacter les scientifiques et archéologues concernés. Il a ainsi trouvé la composition optimale et d’autres détails importants.

Dans notre ferme, nous avons les ingrédients nécessaires pour la NDE: beaucoup de fumier et beaucoup de charbon de bois, qui est un résidu de la combustion dans notre chaudière à bois et que nous collectons depuis 2 ans. Avant utilisation, nous avons fait tester notre charbon aux HAP toxiques. Pour obtenir du charbon assez fin, Holger a roulé dessus avec le tracteur, avec l’aide de nos „workawayer“ Carmina et Marlon. Ensuite, on a mélangé les ingrédients selon les proportions optimales, puis arrosé le mélange avec de l’urine pour augmenter l’apport en nutriments. Pour stimuler le processus de compostage, on a finalement ajouté des microorganismes de NDE.

À la fin, on a déposé le mélange en tas dans un coin du champ pour le laisser composter. À l’automne, on répartira la NDE sur une surface de 100m2 à une extrémité du champ. Il nous faudra ensuite attendre l’année prochaine pour constater s’il y a une différence visible de rendement sur cette parcelle!

 

* Anthropogenic Dark Earth in Northern Germany — The Nordic Analogue to terra preta de Índio in Amazonia (Wiedner et al. 2015)

Backtag in Immekath / Le four à pain

 In der ehemaligen Waschküche steht bei uns immer noch der alte Steinbackofen, wo früher jede Woche Brot und Kuchen gebacken wurden. Da es viel Zeit dauert, den Ofen in Gange zu bringen, wurde immer die ganze Temperaturbrandbreite genutzt und viel auf einmal gebacken.

Wir haben diese Tradition wieder aufleben lassen. Schon ein paar Mal haben wir Freunde eingeladen, den Ofen geheizt, und in der Reihenfolge Pizza, Zuckerkuchen und Brot gebacken. Die Temperatur am Anfang steigt bis 350 °C, die Pizzen brauchen nur 1-2 Minuten im Ofen bis sie perfekt knusprig gebacken sind. Die Temperatur im Ofen sinkt nach und nach, so dass die optimale Kuchenbacktemperatur kommt, bei der der Zuckerkuchen in 10 Minuten gebacken wird, und danach eine niedrigere Temperatur bei der die Brote langsamer gebacken werden. Auch die Nachbarn haben wir einladen, ihre selbstgemachten Brotteige im Ofen mitzubacken.

Zuerst die Vorbereitung des Teiges / Tout d’abord, la préparation de la pâte:

Alle helfen beim Pizza-belegen / Tout le monde participe à la garniture des pizzas :

Ab in den Ofen / L’enfournement:

Und das Ergebnis / Et la dégustation du résultat!:

Dazu noch Waffeln wie früher / Et en prime, des gaufres comme autrefois :

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Autrefois, on allumait le four à pain une fois par semaine ; comme cela demande beaucoup de temps, on cuisait d’un coup tout le pain et les gâteaux pour la semaine.

Nous avons réveillé cette tradition : on invite des amis, chauffe le four (au bois), et cuit des pizzas, du gâteau et du pain (dans cette ordre). La température initiale de 350 °C est parfaite pour cuire une pizza croustillante en seulement 1-2 minutes ! La température diminue peu à peu, jusqu’à devenir parfaite pour cuire un gâteau en 10 minutes. A la fin, on cuit les pains plus lentement, à plus basse température.

Rückblick Gartenjahr 2018 / Rétrospective 2018

Regenbogen

Regenbogen über den Hof / Arc-en-ciel

Während 2017 ein ziemlich nasses Jahr war, mussten wir 2018 wie alle Gärtner mit der Trockenheit kämpfen. Die Ernte ist für uns nicht so lebenswichtig, wie für manche Bäuerinnen und Bauer auf dieser Welt, trotzdem wollten wir nicht hinnehmen, dass all unsere mit Liebe vorgegezogenen und gesäten Pflanzen einfach vertrocknen. Die Folge war viel Zeit, Energie und Mühe, die wir mit Gießen verbracht haben.

[Français en bas de l’article]

Diese extreme Trockenheit hat uns auch dazu gebracht, unsere persönliche Anpassung an den Klimawandel zu reflektieren und weiter zu entwickeln. 2018 war vielleicht besonders extrem, aber im Grunde müssen wir uns darauf einstellen, dass solche Jahre immer häufiger und bald die Norm werden. Der Klimawandel ist schon spürbar und auch in Sachsen-Anhalt belegt, siehe diese Klimaanalyse Sachsen-Anhalt für den Zeitraum 1951-2014.

Bewässerung

Bei unserem aktuellen System verwenden wir im Acker lange Schläuche, mit denen direkt gegossen werden kann, aber auch an Beregner angeschlossen sind. Das Wasser wird aus 2 Brunnen durch eine Pumpe hochgepumpt. Auf dem Hof und am Acker gibt es jeweils ein großer Regenwasserbehälter. In letztem Sommer mussten wir sehr oft Gießkannen rumschleppen und die Beregner hin- und her bewegen. Irgendwann hatte der Hausbrunnen kein Wasser mehr, und wir befürchteten, dass der zweite auch trockenfallen wird, was zum Glück nicht passiert ist.

Acker

Acker mit Bewässerungssystem / Champ avec système d’arrosage

Als Neuerung hat Holger eine riesige unterirdische Zisterne reinigen lassen und wieder angeschlossen, die mitten auf dem Hof liegt und früher als Kläranlage benutzt wurde. So haben wir eine gute Wasserreserve, falls der Brunnen wieder trocken fällt. Natürlich brauchen wir genug Regen im Winter, damit die Zisterne sich auffüllt. Bis jetzt hat es leider auch in diesem Winter nicht genug geregnet… Um Wasser und Arbeit zu sparen, überlegen wir auch, eine Tropfenbewässerung zu nutzen. Dabei legt man Schläuche, die in Abständen fein gelöchert sind, überall in die Reihen. Wenn man das Wasser anstellt, läuft das Wasser dann direkt und gezielt an die Wurzel der Pflanzen. Die Schläuche sind aber teuer und wir wollen eine gute, langlebige Zukunftsinvestition machen.

Ernte 2018

Der heiße, sehr sonnige Sommer hatte durchaus auch Vorteile. Sonne- und Trockenheitliebende Kulturen wie Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Zwiebeln und Obst haben eine sehr gute Ernte gebracht. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir überhaupt kein Problem mit Krautfäule, auch die Freilandtomaten sind bis zu Ende der Saison gesund geblieben. Dank Gießen sind Karotten, Rüben und Porree auch sehr gut geworden. Wir hatten kaum bis keine Würmer in Karotten, Kirschen und Pflaumen, was außergewöhnlich ist. Das Obst war auch besonders süß.

Manche Kulturen haben das Wetter aber nicht vertragen, und haben trotzt Bewässerung wenige oder gar keine Ernte gebracht: wir hatten nur wenig Salate, Mangold, Weiß- und Wirsingkohl (wobei viele Kohlpflanzen im Jungpflanzenstadium von den ausgebüxten Schafen angefressen wurden, das könnte auch ein Teil der Erklärung sein…). Der Brokkoli und der Rosenkohl sind gewachsen aber haben keine Rosetten gebildet.

[Im Vergleich: Artikel über den Sommer 2017: Juli 2017 und Oktober 2017]

Schafe

Ein sehr großes Problem mit der Trockenheit war: das Gras! Man kann schließlich nicht die ganze Wiese bewässern… Das Ergebnis: die Schafe konnten sich nicht wirklich mit Gras satt fressen; und gleichzeitig konnten wir nur einmal Heu mähen, das heißt wirkliche Futterknappheit! Zum Glück konnten wir von Freunden und Nachbarn weiteres Heu bekommen. Für Pferdebesitzer und Landwirte ist sie Situation dramatisch, das Heu ist im ganzen Land knapp und dadurch extrem teuer. Der einzige Vorteil: Rasenmähen mussten wir letztes Jahr kaum…

Schafe

Schafe / Moutons

Wald

Und schließlich das größte Problem von allen: unsere lieben neu gepflanzte 1000 Bäume im Wald!! Junge Bäume brauchen besonders viel Wasser, um gut anzuwachsen. Deswegen musste Holger die Entscheidung treffen, die Bäume im Wald zu gießen… Das ist natürlich sehr aufwändig, er ist mit einem 1000-Liter Tank in den Wald gefahren und hat mit Hilfe seines Vaters die Bäumchen mit der Gießkanne gegossen, insgesamt 8 Mal während des Sommers… Dadurch haben fast alle Bäume überlebt! In einem anderen Waldteil, wo Restbäume gepflanzt wurden, und die nicht gegossen wurden, sind wiederum fast alle gestorben. Wir hatten schon extra Klimawandel-taugliche Baumarten gewählt (Esskastanie, Baumhasel, Eiche), aber so einen Stress gleich nach der Pflanzung können auch sie nicht ab…

Wir sind sehr gespannt zu sehen, was uns im Jahr 2019 wetter- und gartentechnisch erwartet… Sicher ist zumindest: es hat im Winter nicht genug geregnet, der tiefere Boden ist immer noch zu trocken.  Jetzt müssen wir uns noch anstrengen und ganz intensiv Regentänze tanzen!!

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Pendant l’année 2018, nous avons souffert de la sécheresse, comme tous les jardiniers et agriculteurs (au contraire de l’année 2017, qui était particulièrement humide). Pour nous, les conséquences ne sont évidemment pas aussi catastrophiques que pour beaucoup de paysans dans le monde, dont la survie dépend de bonnes récoltes. Mais nous ne voulons pas non plus accepter de laisser nos plantes se dessécher… Cela signifie beaucoup de temps et d’énergie investis dans l’arrosage.

Cet épisode de sécheresse extrême nous a fait réfléchir à notre adaptation au changement climatique. Après tout, nous devons nous habituer au fait que ce genre d’extrêmes climatiques vont se multiplier.

Irrigation

Notre système actuel est basé sur l’eau de 2 puits, qui est amenée à la surface par une pompe. À l’aide de longs tuyaux, on amène cette eau jusqu’au jardin, où on peut arroser directement avec les tuyaux. Nous avons également quelques « asperseurs » automatiques, qui arrosent en pluie. Enfin, nous avons quelques gros récipients qui récoltent l’eau de pluie. L’été dernier, nous avons passé beaucoup de temps à déplacer tuyaux et asperseurs, et à transporter des arrosoirs dans les coins plus isolés. Un des puits s’est asséché, et on a eu peur que cela arrive aussi au deuxième, heureusement il a tenu bon.

Une des nouveautés cette année est un énorme réservoir, au milieu de notre cour, qui existait déjà mais a été utilisé comme fosse septique dans le passé. Nous l’avons fait vider et nettoyer, et maintenant il sert de réservoir d’eau de pluie, au cas où les puits s’assèchent. Évidemment, pour que cela fonctionne, il faut qu’il pleuve assez en hiver, ce qui cette année n’a pas encore été le cas ! Pour économiser de l’eau et du travail, nous réfléchissons aussi à investir dans un système d’arrosage « goutte à goutte », ce sont des tuyaux percés de petits trous qui permettent d’arroser les plantes directement à la racine.

Récolte 2018

L’été chaud et ensoleillé a bien sûr aussi des avantages. Pour certaines cultures, c’est un climat idéal : Nous avons eu une très bonne récolte de tomates, concombres, pommes de terre, oignons et fruits. Au contraire de l’année d’avant, il n’y a eu aucun problème de mildiou, ce qui nous a permis de prolonger la saison de récolte des tomates de plein air. D’autres cultures comme les carottes, poireaux et rutabagas ont donné également une bonne récolte, grâce à notre arrosage régulier. La sécheresse n’a apparemment pas plu aux asticots, qui ont exceptionnellement laissé tranquille les carottes, cerises et pruneaux. Cette année, les fruits étaient aussi spécialement sucrés.

D’autres cultures n’ont pas du tout apprécié la météo, et ont donné une mauvaise récolte malgré notre arrosage intensif. Nous n’avons pas récolte beaucoup de salades, côtes de bette, chou blanc et chou frisé. Le brocoli et les choux de Bruxelles ont poussé, mais n’ont pas formé de « têtes », seulement des tiges et feuilles.

 [En comparaison: Article sur l‘année 2017: Juillet 2017 et Octobre 2017

Moutons

Un gros problème de la sécheresse a été l’herbe ! On ne pouvait tout de même pas arroser toute la prairie… Du coup, les moutons n’ont pas eu assez d’herbe à manger. Et en même temps, on n’a pu récolter qu’une fois du foin, après cela l’herbe n’a plus poussé. Pas d’herbe et pas de foin, c’est assez dramatique quand on doit nourrir des animaux ! Heureusement, on a reçu du foin de plusieurs voisins et amis. Le seul avantage : cette année, on n’a presque pas eu de besoin de tondre la pelouse…

Forêt

Et enfin, le plus gros problème : nos mille bébés arbres plantés avec amour dans notre forêt !! Les petits arbres ont besoins de beaucoup d’humidité pour pouvoir prendre racine. Comme nous ne voulions pas gâcher autant de travail, Holger a dû prendre la décision d’arroser les jeunes arbres dans la forêt… 1000 arbres !! Pour cela, il a transporté avec le tracteur un réservoir de 1000 litres d’eau dans la forêt, et, avec l’aide de son père, a arrosé chaque arbre à l’arrosoir… Cela 8 fois au long de l’été. Grâce à cela, presque tous les arbres ont survécu ! Dans une autre partie de la forêt, où on avait aussi planté quelques arbres, et qui n’ont pas été arrosé, presque tous se sont desséchés. On avait déjà fait attention de choisir des espèces d’arbres adaptées au changement climatique (châtaigniers, noisetier de Turquie, chênes), mais même pour ces espèces, un tel stress juste après la plantation est fatal.

Nous attendons avec impatience de voir ce que l’année 2019 nous offrira en matière de météo et de récoltes au jardin !

Herbst auf dem Hof / Travaux d’Automne

Der Herbst und Winter sind auch eine schöne und wichtige Zeit auf dem Hof. Der Garten ruht, die Ernte ist eingebracht und die Zeit von Mützen und Handschuhen beginnt. Jetzt ist es Zeit für viele kleine Dinge für die im Sommer keine Zeit war aber auch der letzte Moment für manche Arbeit die noch Trockenheit und Wärme braucht.

[Français en bas de l’article]

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Es wurden zwei Schafe geschlachtet, welche uns nun die nächste Saison über mit Fleisch versorgen. Zwei Schafe weniger bedeuten aber auch viel Futterersparnis in einer Zeit wo das Gras nicht nachwächst und die Schafe vor allem Heu und Rüben fressen. Zwei weitere Schafe, nämlich die Ouessant-Schafe Chewbacca und ihre Tochter Leia, mussten wir leider abgeben, da sie sich gewöhnt hatten, ständig durch die Zäune auszubrechen. Sie haben jetzt ein neues Zuhause in einer Ouessant-Herde in Kalbe gefunden. Den Ouessant-Bock Goliath wiederum behalten wir, da er sehr brav ist und sich gut integriert hat.

Nun geht die Zeit der Waldarbeit los. Diesem Thema wird noch ein eigener Beitrag folgen. Ich möchte hier jedoch schon mal um Unterstützung werben. Ich mag die Waldarbeit, es ist ein gutes workout und vor allem ermöglicht es uns unser Haus klimaneutral mit einem nachwachsenden Rohstoff zu heizen. Aus Sicherheitsgründen muss ich immer zu zweit in den Wald und bin auf Freunde und Familienmitglieder angewiesen.

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Endlich haben wir diesen Herbst auch die Dämmung unseres Dachbodens mit Strohballen beendet. Alle Dämmflächen haben nun einen guten feuerhemmenden Holzfußboden bekommen und können so wieder super genutzt werden. In einer schnellen Aktion ist auch noch eine Dämmung des Vorbaudaches rausgesprungen. Hier war nur 4mm Sperrholz, 5cm Sägespäne und ein Blechdach die Trennung zur Außenwelt. Nun haben wir dort 14 cm Steinwolle eingebaut und im vorderen Bereich Testflächen mit 15cm Sägespänen, 15 cm Hobelspänen und 15cm Perlite. Wir haben den Eindruck, dass der Vorbau jetzt wärmer ist.

Auch der Trecker hat eine Zuwendung bekommen. Nachdem ich im letzten Winter alle Motoröle… und Filter gewechselt habe, habe ich dieses Jahr das Problem mit der ewigen Stinkerei verbessert. Der Fendt hatte seinen Auspuff nach unten, was zur Folge hatte, dass man hinter dem Schlepper und beim Anbau von Geräten immer in den Abgasen stand. Nun habe ich den Auspuff nach oben verlegt, womit die ohnehin warmen Abgase nach oben abziehen können und man unten frische Luft hat. Es fühlt sich jetzt richtig komisch an, hinter dem Trecker zu arbeiten und frei atmen zu können.

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Als kleine Maßnahme für „Unser Hof muss Schöner Werden“ habe ich das kleine Dachfenster mit einem aufgesetzten Sprossenkreuz versehen und blau gestrichen. Was meint ihr, sollen wir die Fenster unten am Haus auch blau streichen? Sie passen dann nur nicht mehr zu den Vorbaufenstern die aus Kunststoff sind und die wir nicht streichen können.

Am Wochenende haben wir Käse gemacht. Was dabei rausgekommen ist schreiben wir im nächsten Beitrag. Außerdem wollen wir gern auch noch einmal eine große Backaktion mit dem alten Steinbackofen in der Waschküche machen. Meldet euch wenn ihr Lust auf knuspriges Brot, karamelisierten Zuckerkuchen und leckere Pizza habt.

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L’automne et le début de l’hiver à la ferme ont aussi leurs avantages. La plupart des travaux au jardin sont terminés, les choses deviennent plus calmes… Mais c’est aussi le temps de réaliser pleins de petits travaux pour lesquels le temps manquait en été. C’est aussi le dernier moment pour les travaux qui ne peuvent pas être faits en plein hiver.

Deux moutons ont été abattu, ce qui suffit pour notre consommation de viande de toute l’année. C’est aussi un soulagement, car cela signifie 2 moutons de moins à nourrir pendant l’hiver, cette année où la récolte de foin a été catastrophique à cause de la sécheresse. Nous avons aussi vendu nos mini-moutons d’Ouessant Chewbacca et sa fille Leia, car elles avaient pris la mauvais habitude d’ignorer les clôtures et de s’évader tout le temps. Par contre, le mini-bélier Goliath reste parmi nous.

C’est aussi le temps du travail en forêt. C’est un travail physique dur et fatiguant, mais aussi agréable, surtout quand la météo joue le jeu. Avec mes genoux et mon dos ce n’est pas un travail pour moi; et Holger doit toujours trouver une personne supplémentaire pour l’aider, car seul, le travail serait trop dangereux. Environ 7-8 jours entiers de travail en forêt (plus le travail de fendre, scier et empiler le bois) sont nécessaires chaque hiver pour avoir assez de bois de chauffage pour l’année suivante.

Holger a également terminé l’isolation du plancher des combles, avec des bottes de paille, ainsi que du toit de l’avancée. Pour celui-ci, il a testé différents matériaux, surtout naturels.

Le tracteur a également reçu son lot de petites attentions: changement d’huile et de filtres, et surtout un prolongement du tuyau d’échappement, ce qui permet de travailler beaucoup plus agréablement avec un air plus pur!

Finalement, une lucarne a reçu une couche de peinture bleue et des croisillons, pour une raison purement esthétique.

Le prochain article parlera entre autre de fabrication de fromage 😉